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Bariloche – Frutillar – Puerto Montt – Huilo-Huilo – Niebla

Am Vormittag des 06. März haben wir auf dem hübschen Camping nahe Bariloche unsere sieben Sachen wieder zusammengepackt, um langsam weiter Richtung Norden/ Valparaiso zu fahren. :roller: Ziel des heutigen Tages war das kleine „Deutsch-Dorf“ Frutillar (Erbeerhausen), wo wir bereits bei unserer Tour Richtung Süden einen kleinen Kuchen-Stop eingelegt hatten. Da uns das niedliche Städtchen so gut gefiel, wollten wir dort noch einmal etwas mehr Zeit verbringen. :yes: Vorher stand aber noch ein dringender Besuch bei MotoAventura in Osorno an, da der Schneehase eine neue Kette benötigte. :smash: :-( Der Weg dort hin führte uns zunächst durch die beiden Nationalparks Nahuel Huapi und Puyehue sowie die Grenzstation auf dem Paso Cardenal Antonio Samore. Wie zu erwarten, war die Strecke landschaftlich wieder ein Hochgenuss: Grüne Bäume und Sträucher, türkise Seen und schneebedeckte Berge und Vulkane. :heart: Auch von dem letzten Ausbruch des Puyehue konnten wir stellenweise noch die Spuren sehen: Verbrannte Bäume und einen halben Meter Asche links und rechts der Straße. Der Ausbruch selbst erfolgte 2011 kurz nach unserer Rückkehr aus Südamerika und hatte damals auch den schönen Ort Bariloche ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Davon ist allerdings heute nichts mehr zu sehen.
Der Grenzübertritt lief wieder zügig und problemlos und so schafften wir es noch rechtzeitig vor Feierabend zu MotoAventura. :yahoo: Unser Kommen hatten wir im Vorwege bereits angekündigt, so lag der erforderliche Kettensatz schon bereit und war fix vom Mechaniker eingebaut. Toll…ganz ohne komisches Geklapper konnten wir die letzten 70km bis Frutillar zurücklegen!! :roller: Wir bereits erwähnt, ist dieses Örtchen ziemlich deutsch und sehr ordentlich; das gleiche hatten wir auch von dem Campingplatz (La Gruta) erwartet. Hier wurden wir mal wieder enttäuscht: Ein Drecksloch! :negative: OK…da es schon spät war, musste es für die eine Nacht gehen aber länger wollten wir nicht bleiben. Ein Blick auf die Wetter-App zeigte außerdem, dass es den kommenden Tag von morgens bis abends regnen soll. Tolle Kombi….schei… Campingplatz und Dauerregen. :wacko:
Beim Abendessen in einem kleinen Restaurant mit dem Namen „Guten Appettit“ haben wir uns überlegt, dass „Norden“ eigentlich die falsche Richtung ist, da nach Norden zu fahren irgendwie das Ende der Reise immer näher rücken lässt. Und wir haben uns daran erinnert, dass es in Puerto Montt (ca. 60km SÜDLICH von Frutillar) lecker Fisch und ein schnuckeliges Hostel gab. Kurzer Hand stand also die Entscheidung fest: Wir verbringen nicht noch einen Tag in Frutillar, sondern versuchen in aller Frühe das Zelt schnell trocken zusammenzupacken und dann auf nach Puerto Montt. B-) Gesagt getan…Zelt schnell verpackt und dann ab durch den Regen nach Puerto Montt. Dort wartete immerhin ein trockenes, warmes Plätzchen auf uns und wirklich weit war es auch nicht. Mittags hatten wir bereits unser neues Quartier bezogen und die Motos standen mehr oder weniger trocken in der Garage. Das Glück war mit uns und so konnten wir nach 2 Stunden trockenen Fußes das Hostel verlassen und das sonnige :sunny: Puerto Montt genießen…ein letztes Mal! Abends noch ein letztes Mal Fisch essen in diesem unglaublich leckeren Restaurant und am nächsten Morgen dann doch tatsächlich Richtung Norden weiter. :cry:
Unser nächstes Ziel sollte das Reserva Huilo-Huilo sein. Laut Internet gibt es dort neben schönen teuren Hotels auch einen guten Campingplatz. Da wollten wir hin. Als wir endlich ankamen, erklärte man uns aber, dass der Camping nur in Hauptsaison auf hat. Mhhh….uns war gar nicht bewusst, dass wir uns bereits in der Nebensaison befinden aber wir wurden belehrt, Hauptsaison ist nur von Januar bis Februar. :scratch:  Na gut…ca. 3 km weiter entlang der Schotterpiste liegt der Ort Puerto Fuy am Lago Piréhueico. Da wir uns zum Glück bereits in der Nebensaison befinden ;-) , konnten wir dort für wenig Geld ein schönes Cabaña (Häuschen) mieten. Natürlich wollte ich den kommenden Tag ein wenig durch den Park wandern und die beiden kleinen Wasserfälle bewundern, die im Reiseführer empfohlen wurden. Die Aussichtspunkte zu den beiden Wasserfällen waren schnell gefunden, allerdings war in dem Flussbett weder Wasser noch Fall. :unsure:  Aha…auch so ein Fluss macht in der Nebensaison scheinbar Pause. B-)  Egal…der Park war trotzdem klasse: Über Brücken und Stege wandert man durch einen scheinbar unberührten dichten Märchenwald. Unglaublich…so einen Wald hatte ich vorher noch nicht gesehen. Die einzelnen Bäume und Pflanzen scheinen regelrecht ineinander und übereinander zu wachsen. :good:
Von Puerto Fuy aus ging es den nächsten Tag weiter nach Niebla, einem kleinen Ort wenige Kilometer südwestlich von Valdivia. Niebla ist ebenfalls eine Empfehlung aus unserem Reiseführer, da es dort ein ehemaliges spanisches Fort aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen gibt. Mit einem Boot kann man von hier aus auch nach Corral fahren, um das dortige Fort ebenfalls anzusehen. Das war unser Plan: Tag 1: Fort in Niebla angucken … Tag 2: Fort in Corral besichtigen. Allerdings hatten wir nach dem Fort in Niebla genug gesehen und so sind wir an Tag 2 mit dem Bus nach Valdivia reingefahren und anschließend zur Brauerei „Kunstmann“, um noch das ein oder andere ausgefallene Bier (zum Beispiel „Pils“ ;-) ) zu testen.
Aktuell sind wir immer noch bei „Tag 2“ in Niebla, sitzen vor unserer kleinen Cabaña im Cabañadorf Fischer und genießen die herrliche Aussicht auf den Pazifik. :sunny: :good: Morgen wird es nur wenige Kilometer weiter gehen zum kleinen Fischerdorf Los Molinos, wo wir noch eine Nacht zelten möchten. Anschließend müssen wir aber doch zusehen, dass wir so gaaanz laaaangsam mal Richtung Norden kommen.  :scratch:

6 Kommentare zu “Bariloche – Frutillar – Puerto Montt – Huilo-Huilo – Niebla

  1. Reinhold

    Wieder spannend geschrieben, danke Melanie. Die schönen Fotos sieht man aber nur, wenn man über die Hauptleiste geht, also Fotos-Südamerika 2014/2015 klick, dann auswählen.

    1. Martin

      Bob, ich schick dir gerne meine Kontonummer und dann mache ich für dich hier „Urlaubsvertretung“! Heißt, ich nehme deinen Urlaub und du darfst weiter arbeiten! Ist das nicht ein Angebot???? :yahoo:
      Aaaaaaaah, ich will auch nicht weg hier !! :cry: :roller: :sunny:

  2. Bine und Pfauschi

    Ihr Lieben,

    nun ist es bald soweit – der Tag der Abreise ist in greifbare Nähe gekommen :cry: , Eure treuen Begleiter :roller: r des letzten halben Jahres sind verpackt und bald hat Euch der germanische Alltag wieder :kopf-gegen-wand: . Uns bleibt die Freude des Wiedersehens :yahoo: . Also bleibt uns im Moment nichts anderes übrig als uns für Eure unermüdliche Tagebuch – Einträge :good: , die immer sehr schön und eindrucksvoll geschrieben waren (wir hatten immer das Gefühl wir fahren mit Euch mit…) zu bedanken und Euch eine gute Heimreise zu wünschen.

    Bis in Hamburgo :mit-flaschen: grüssen Euch

    Bine und Pfauschi

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