wir-in-suedamerika.net

Puerto Natales – Punta Arenas – Rio Grande – Ushuaia

Wir hatten uns entschieden 2 Nächte, also einen ganzen Tag, in Puerto Natales zu bleiben, da wir 2011 dort nur kurz übernachtet und dann für den Nationalpark Torres del Paine eingekauft hatten. Dann sind wir damals ja schnell wieder los, da ja unsere Freunde Sonja und Werner im Park auf uns warteten.

Da die Wettervorhersage für den Nationalpark mehr als schlecht war, haben wir beschlossen diesen wunderhübschen Park dieses Mal auszulassen. Es gibt ja auch noch andere Ziele!  ;-)
In Puerto Natales gab es abends nach einem kurzen Stadtbummel erstmal ein leckeres Abendessen bei Angelika (so hieß das Restaurant). Es gab zum Glück auch Pisco Sour  ;-), aber auch sonst war das Essen echt klasse.
Den nächsten Morgen konnten wir es gemütlich angehen lassen. Außer ein paar Kleinigkeiten war nichts zu erledigen. Die Stadt nicht weit entfernt, das Frühstück sehr lecker (bis auf das gechlorte Wasser für den Kaffee) und die Aussicht vom Aufenthaltsraum im 1. Stock auf den Fjord „Última Esperanza“ (letzte Hoffnung) sowie auf die dahinter angebauten Inseln mit ihren schneebedeckten Bergen einmalig!

In dieser Stimmung haben wir mit etwas Glück das letzte große Highlight der Reise online gebucht. Wir hatten es schon aufgegeben danach zu suchen, sind dann aber doch noch fündig geworden. Ok, es gab schon wirklich tolle Highlights auf unser diesmaligen Tour, aber das wird allem die Krone aufsetzen. ;-)
Es ist teuer, aber nicht zu teuer und wann hat man mal wieder die Chance dieses zu tun??!! Ihr fragt euch bestimmt jetzt: Wovon redet der Kerl? Tja… das ist noch ein Geheimnis ;-) (Ok, einige wissen es schon, aber für den großen Rest wird es eine Überraschung!!).

Beflügelt von unserem Glück haben wir den Stadtrundgang fortgesetzt, uns am Fjord den heftigen Wind um die Ohren wehen lassen, die herrliche Luft und die klare Sicht genossen und mal wieder etwas für unsere Bildung getan. Das lütte örtliche Museum hatte geöffnet und wir haben uns mit dem schweren Leben der Indios und ersten weißen Siedlern in diesem Gebiet auseinandergesetzt.
Zur Belohnung gab es anschließend eine riesige Kugel Eis für jeden mit vielen Calafatebeeren! Leeeeeecker!!!!!!! (…und es heißt ja hier in Patagonien in einer Sage: Wer von der Calafatebeere nascht, der kommt wieder nach Patagonien! Wir haben davon so viele gegessen, das es nicht mehr eine Frage des „Ob“ ist, sondern nur noch des „Wann“… ;-) )

Am nächsten Tag „segelten“ wir dann nach Punta Arenas. Unser „Hostal Paradeso“ hatten wir über Booking.com schon am Abend vorher gebucht, weil die Wettervorhersage mal wieder Regen und Wind verlauten ließ. Nach knapp 250 km Regen und starkem Wind und das Ganze bei max. 10 Grad hat man wirklich keine Lust mehr zu suchen…
Zum Glück regnete es am Morgen nicht, dafür pustete es mächtig! Das macht es auch keinen richtigen Spaß. Man muss höllisch aufpassen, dass man nicht auf die Gegenfahrbahn abgetrieben wird oder gleich von der Straße geblasen wird. So 20 – 40 Grad Schräglage während der Fahrt sind dabei schon möglich! Einen Vorteil hatte der Wind aber! Er pustete oft von schräg achtern, so dass wir wirklich sagen konnten, wir segelten! Denn normalerweise geht der erste Strich meiner Tankanzeige (natürlich bei gleicher Beladung und Durchschnittsgeschwindigkeit) bei 94 km weg. Diesen Tag erst bei 122 km!!! Aber wie gewonnen so zerronnen. Die letzten 50 km bis Punta Arenas kam er mehr von vorn, und schon war es vorbei mit der „Energieeinsparung“. :-(

3 Nächte hatten wir gebucht. Es sollte nicht reichen… Aber der Reihe nach. Für unser neues Highlight brauchten wir noch etwas „Equipment“. In Punta Arenas gibt es eine „Zona Franca“ (steuerbegünstigtes Einkaufen) und dort wurden wir auch fündig. Nachmittags haben wir noch Tickets für eine Schiffstour von Punta Arenas zur Isla Magdalena gekauft. Dort ist eine riesige Magellanpinguinkollonie (Nationalpark), die wir uns unbedingt anschauen wollten. Die Tour sollte am nächsten Tag um 1500 h starten. Abends gab es noch in dem Pub „1900“ ein paar Nüsse bei leckerem Pisco Sour zur Belohnung für den erfolgreichen Tag. ;-)
Am nächsten Tag standen wir um 1415 h (Boarding time) bei strahlendem Wetter und steifer Briese vor dem Schiff und erfreuten uns gerade einiger Delfine, die direkt am Hafenrand ihre Kunststückchen zeigten, als ein Herr der Reederei allen mitteilte, dass aufgrund des starken Windes auf der Insel die Tour ausfallen muss. Mist, was nun tun??? Wir hatten uns so gefreut, und nu? Kurzentschlossen, nach einem Blick auf unsere Wetterapps, und mit der Hoffnung, dass wir unser Hostal um eine Nacht verlängern können, sind wir mit dem nächsten Taxi wieder direkt in die Stadt und zum Ticketoffice gedüst. Die Tickets getauscht für den nächsten Tag (Freitag, den 13.ten). Ob das die richtige Entscheidung war??? Das Hostal ist zwar eines der Günstigsten in Punta Arenas, aber dennoch nicht billig. Und wenn wieder abgesagt wird, rausgeschmissenes Geld.
Aber es ging alles gut. Die Besitzerin des Hostels hat nach einigem Hin-und Her-überlegens einen Weg gefunden (der Laden ist aufgrund der netten Besitzer und des „günstigen“ Preises ziemlich ausgebucht).
Den ganzen nächsten Tag bis zur Abfahrt haben wir das Wetter beobachtet und unsrere kleinen Helferlein (iPhones) befragt, wie das Wetter sich wohl entwickelt. Und tatsächlich, es wurde eine tolle Seereise bei lauem Wind, heißer Sonne und ein paar Walen, die sich in Sichtweite tummelten. Der Kapitän drehte und stoppte das Schiff, damit alle einen Blick werfen konnten. Herrlich! Schon dafür hätte es sich gelohnt!
Zum Nationalpark und den Pinguinen will ich gar nicht viel sagen. Schaut die Bilder an! Es war wirklich wunderbar!
Zurück im Hostal musste ich dann noch einmal zur Besitzerin und nach einer Verlängerung fragen. Mir ging es nicht so gut, die Fahrten über hunderte Kilometer im Regen bei 5 Grad haben dann doch ihren Tribut gefordert. Ich hatte leichtes Fieber und eine schöne Erkältung.
Es war aber kein Zimmer mehr frei für die übernächste Nacht. Aber, und das ist in Südamerika eben das Schöne, es wurde kurzfristig ein Familienmitglied aus dem Appartment, welches man wohl auch mieten kann, „umgezogen“, und wir durften am nächsten Morgen dort für einen Tag einziehen bei gleichem Preis!!!! Den nächsten Tag habe ich dann warm eingemummelt im Bett verbracht. Melanie erkundete weiter die Stadt.
Nach 5 Nächten mussten wir nun weiter… Mehr Geld ausgeben für das Hostal wollten wir nun wirklich nicht… Also warm im Zwiebellook eingepackt haben wir uns dann auf den Weg nach Rio Grande gemacht. 415 km incl. einer Fährfahrt am Punta Delgada über die Magellanstraße (Estrecho de Magallanes) nach Feuerland sowie einem Grenzübergang.
Der Wind wehte überwiegend mit uns, die Fähre war schon fast am Start, als wir dort ankamen, und die ca. 120 km Schotter auf Feuerland waren auch nicht so schlimm. Abends gegen 1900 h fanden wir im Hostal Argentino noch eine Bleibe für einen angenehmeren Preis. Ich ließ mich ins Bett fallen und Melanie hat noch ein paar Getränke und Obst besorgt.
Morgens beim Kaffee haben wir dann noch Matt und Brayde aus Seattle kennengelernt, die auch mit ihren Motorrädern nach Ushuaia unterwegs sind. Wir haben uns auf der Fahrt nach Ushuaia nochmals zufällig an einem Mirador getroffen und die Kontaktdaten ausgetauscht, damit wir ins in Ushuaia verabreden können, denn wir wollten auf den Campingplatz „La Pista del Andino“ und die Beiden in ein Hostal, welches sie sich noch suchen wollten.

Wo wir letztendlich wohnten in Ushuaia und wie wir die Tage verbrachten, bis wir unser „Highlight“ endlich antreten konnten, dass könnt ihr dann im nächsten Blog lesen ;-)

2 Kommentare zu “Puerto Natales – Punta Arenas – Rio Grande – Ushuaia

  1. Bine und Pfauschi

    Moin Ihr Beiden,

    heute abend habe auch ich es endlich geschafft Eure letzten 3 Etappenberichte zu lesen – es läuft im Hintergrund Champions League… – Auf Eure Überraschung sind wir mal sehr gespannt :scratch:
    Vielleicht ist ja ein Tandemsprung per Fallschirm oder Paragliding :unsure:
    Auf alle Fälle vielen Dank für die schönen und interessanten Berichte :good:

    Weiterhin eine gute Fahrt :roller: , ohne Wellblech, mit vielen schönen Eindrücken wünschen Euch

    Bine und Pfauschi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:bye: 
:good: 
:negative:  
:scratch: 
:wacko:  
:yahoo: 
B-) 
:heart: 
:rose:   
:-) 
:whistle: 
:yes: 
:cry: 
:mail:   
:-(     
:unsure:  
;-)  
:pirat: 
:furious: 
:sunny: 
:roller: 
:mit-flaschen: 
:kopf-gegen-wand: 
:musik: 
:sick: 
:smash: