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Ushuaia

Vor der Ankunft in Ushuaia gab es noch einen kurzen Stopp am Berg „MONTE OLIVIA“ für ein paar Bilder. Eingeweihte wissen natürlich, dass das Schiff von Hamburg Süd, auf dem Melanie und ich uns kennengelernt haben, „MONTE OLIVIA“ hieß und eben nach diesem Berg benannt war.  :heart:

Das regnerische Wetter lud aber nicht zum längeren Verweilen ein und so reihten wir uns ein in den Tross von Autos, LKWs und Motorrädern, die wie auf Teufel komm heraus nach Ushuaia jagten… warum alle so jagten? Wir sollten es noch herausfinden… Die Supermärkte hatten jedenfalls alle auf, die Souvenirläden sowieso, die Parrilla-Restaurants grillten die Lämmchen im Schaufenster, der Beagle-Kanal war auch noch an Ort und Stelle und Zimmer hatte es auch noch freie. Ach ja, wir düsten direkt zu dem Camping unserer Wahl (La Pista del Andino) und standen vor verschlossenem Tor. Ein Schild war auch nicht zu sehen. Aber so etwas hält uns mit zu dem Zeitpunkt ja fast 10 ½ Monaten Südamerika-Erfahrung schon lange nicht mehr auf. B-)  Also durch und den Berg hoch… Tja, den Camping gibt es tatsächlich nicht mehr, das bestätigte uns nun der Besitzer der Anlage (es bleibt allerdings ein Geheimnis des Besitzers, warum die Internetseite noch tolle Werbung dafür macht…). Und nu? Ab zum Camping im Nationalpark? Aber das sind mehrere Kilometer vom Centro weg und darauf hatten wir keine Lust. Wir wollten uns ja in der Stadt ‚rumtummeln, die Aussicht über den Hafen und den Beagle-Kanal genießen und hatten noch ein paar Dinge zu erledigen.
Also ab zur Touriinfo und nach einem freien Zimmer gefragt. Die nette Dame hat uns eine Liste mit freien Zimmern in diversen Hotels angefertigt und hat auch die Preise daneben geschrieben. Wir suchten das Günstigste mit „Bajo privado“ :good:  aus und fuhren gleich hin. Das Zimmer war noch frei und auch der Rest stimmte. Die Motos konnten hinterm Hotel „Rio Ona“ sicher parken. Wir haben gleich für 4 Nächte gebucht, denn unser Highlight war für den 20.02.15 festgemacht und bis dahin mussten wir uns ja noch etwas die Zeit vertreiben.
Beim Stadtbummel stellte sich dann heraus, warum alle so nach Ushuaia gejagt waren: Es sind 2 Tage Karneval und die „Sambagruppen“ gaben schon ihr Bestes.  :yahoo:
Der größte Spaß für die Gören waren allerdings Spraydosen mit rasierseifenähnlichem Schaum, den sie über alle Anwesenden versprühten. :negative: Tonnen von leeren Dosen lagen überall herum und einige Leute waren bis auf die Unterwäsche durch… Wir sind ja keine Karnevalfans, aber verteilte Bonbons gefallen uns da schon besser.  :whistle:

Bei Melanie stellten sich schon den ganzen Tag über sehr schmerzhafte Ohrenschmerzen ein. :sick: Unser geplantes Lämmchen im Parrilla-Restaurant musste warten und wir haben auf unserem Zimmer das übliche Abendbrot verputzt. Am zweiten Morgen war es nicht besser, eher das Gegenteil. Also nicht lange gefackelt und mit dem nächsten Taxi zum Krankenhaus. Als der Taxifahrer hörte, dass wir ins Krankenhaus wollten, spielten die sowieso spärlichen vorhandenen Verkehrsvorschriften keine Rolle mehr und er düste, mangels Blaulicht zumindest mit Warnblinker, unaufgefordert alles gebend los. :wacko:  So sind sie hier, einfach liebenswert!  :rose:
Der sehr gut Englisch sprechende Arzt stellte eine innere in äußere Entzündung des Gehörgangs fest und verschrieb Antibiotika. Schnell zur nächsten Apotheke und dann ab ins Bett. In 1,5 Tagen musste Mela wieder gesund sein! Ich verbrachte den Tag dann wieder im Gefängnis.  :unsure:

Nee, ich hatte nix ausgefressen, zumindest sind sie mir nicht draufgekommen B-) , aber die Eintrittskarten sind hier 48 Stunden gültig und es gab viel zu sehen!

Ushuaia war ja in der Gründungszeit eine Strafkolonie und das historische Gefängnis ist nun ein interessantes Museum mit verschiedenen Bereichen. Der Gefängnisteil erzählte von den Strapazen des Baus des Gebäudes und dem „Lebens“ in ihm sowie stellte man einige der hier in Argentinien „berühmten“ Insassen vor. Des Weiteren gibt es eine Kunstausstellung, ein Marinemuseum und eine Ausstellung über die verschiedenen Südpolexpeditionen und Forschungsstationen. Abends traf ich mich dann mit Matt und Brayde zum Dinner. Mela musste ja weiter das Bett hüten.
Viel Ruhe, ein paar Besorgungen, der Besuch in einem anderen interessanten Themenmuseum über die Ureinwohner und die Besiedelung Feuerlands durch die Europäer rundeten die Tage ab. Den letzten Abend vor unserem Highlight verbrachten wir mit Karin und Markus aus der Schweiz in deren Hostel bei selbstgemachten Empanadas und leckerem Rotwein. Die Beiden hatten wir schon in El Chaitėn kennengelernt und immer Kontakt gehalten. Sie sind schon seit über 20 Monaten mit ihren Motorrädern unterwegs! Ihre Tour führte sie von der Schweiz über die Mongolei, weiter nach Alaska und von dort durch ganz Amerika bis nach Ushuaia. Eine tolle Tour und es gab viel zu besprechen.  :good:

Es galt noch ein kleines Problem zu lösen… Wohin mit den Motos, während wir unser gebuchtes Highlight genießen? Es stellte sich heraus, das der Sohn der Besitzer unseres Hotels selber Enduro fährt und schon viele Preise gewonnen hat damit! Also hatten die Beiden älteren Leute ein Herz für Motorradfahrer und wir durften die Motos in der Garage für die 3 Tage lassen. Sehr lieb!!!!!!

Am letzten Morgen haben wir alle für unsere Tour unnötigen Dinge auf die Motos gebunden und sind zum Hafen…

…denn dort wartete schon unser Luxuskreuzfahrtschiff MS „VIA AUSTRALIS“ auf uns für eine Reise zu verschiedenen Gletschern und zum KAP HOORN !!  :yahoo:

Diesen mystische Ort für Seefahrer zu besuchen war schon immer ein Traum von uns!

Alles weitere dazu und ob wir auch an Land gehen konnten auf KAP HOORN, das Wetter hat ja so seine Launen hier unten, das lest ihr im nächsten Blog!  :mail:

5 Kommentare zu “Ushuaia

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